Rundbrief aus dem Thälmann-Haus
Nr. 22 (Dezember 1991)
Erfahrungen aus der Geschichte, die gültig bleiben | Chronik Hamburgs erinnert an Ernst Thälmann | Aus unserem Gästebuch 1991 | Aus Bibliothek und Archiv | Gedenkstättenverband gegründet | Erneut im Blickpunkt: Die Unrechtsurteile im Altonaer Blutsonntagsverfahren | Führer durch Hamburger Bibliotheken und Archive | Neuerscheinung: Das Eppendorf-Buch | Alternative Stadtrundfahrten | Spendenaufruf

Erfahrungen der Geschichte, die gültig bleiben

Über rassistische Gewalt gegen Flüchtlinge und Stimmengewinne neofaschistischer Parteien bei Wahlen sind besonders auch die Menschen beunruhigt, die in unsere Gedenkstätte kommen. Ältere unter ihnen fühlen sich an die letzten Jahre der Weimarer Republik erinnert. Auch damals gab es Gewalt in Deutschland, ausgeübt von den Schlägertrupps der Hitlerpartei gegen deutsche Arbeiter. Unsere Ausstellung enthält Dokumente darüber. 60 Nazimorde an Arbeitern gab es allein zwischen Dezember 1929 bis November 1931. In Hamburg gehörte Ernst Henning zu den Opfern des Naziterrors. Er war Bürgerschaftsabgeordneter der KPD. Von einer Versammlung zurückkehrend, wurde er im Autobus von Naziterroristen mit Pistolenschüssen ermordet, Mitfahrende wurden verletzt.
Die politischen Verhältnisse von damals sind nicht einfach auf unsere Zeit übertragbar. Es lassen sich aber aus ihnen Erfahrungen ableiten, die gültig bleiben. Sie verbinden sich mit dem Wirken Ernst Thälmanns. In vierzig bedeutsamen Arbeiten, die zwischen 1929 und 1933 entstanden, hat sich Thälmann mit der faschistischen Gefahr auseinandergesetzt. Wir haben es heute nicht wie damals mit einer drohenden faschistischen Diktatur zu tun. Aber Erfahrungen, die seinerzeit gesammelt wurden, gewinnen heute wieder an Aktualität. Dazu gehören solche Erfahrungen wie die, daß es den Anfängen zu wehren gilt, daß faschistische, rechtsextremistische Kräfte, die in politischen Krisensituationen zu einer großen Gefahr auswachsen können, stets eine Reserve der Reaktion sind. Wichtig bleibt auch, an die von Thälmann 1932 initiierte Antifaschistische Aktion zu erinnern. Mit ihr fand die auch heute noch gültige Erkenntnis ihre Anwendung, daß es im Interesse ausnahmslos aller demokratischen Kräfte liegt, Vorstößen von rechts vereint entgegenzutreten.
Solche Erfahrungen zu vermitteln sind wir mit unserer Ausstellung bemüht. Vom Beginn dieses Jahres bis Mitte November zählte sie 2.350 BesucherInnen, darunter 36 SchülerInnen-, Jugend- und andere Gruppen Alternativer Stadtrundfahrten.
Die Arbeit unserer Gedenkstätte, der Erhalt ihres Bibliotheks- und Archivbestandes konnte 1991 wiederum mit Spenden, darunter auch mit Spenden, die aus Belgien, Dänemark und Österreich eingingen, finanziert werden.
Allen, die mit ihrer Solidarität den Fortbestand unserer Einrichtungen sichern helfen, sei herzlich gedankt. Auf ihre Unterstützung bleiben wir auch weiterhin angewiesen.

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Chronik Hamburgs erinnert an Ernst Thälmann

Im September 1991 ist beim Chronik-Verlag in Dortmund "Die Chronik Hamburgs" erschienen. (640 Seiten, DM 89,-). Sie enthält Darstellungen der Stadtgeschichte vom Jahr 800 bis ins Jahr 1991. Mit Abbildungen aus unserem Archiv wird auch an das politische Wirken Ernst Thälmanns erinnert.

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Aus unserem Gästebuch 1991

„Ich danke Ihnen sehr für die Betreuung dieser Stätte zur Erinnerung an den Widerstand der Arbeiterbewegung incl. SPD und ADGB. In der Richtung sollten Sie weiterarbeiten!“
R. Vogel, VHS und Landesjugendring Hamburg

Vielen Dank für interessante Erläuterungen zum Widerstand.“
Klasse R 10 Schule Lurup

„Vielen Dank für den Erhalt der Erinnerung an Ernst Thälmann, die Hamburger Arbeiter, ihre Kämpfe, ihre Siege und Niederlagen. Es ist für alte wichtig, wenn wir mehr aus der Geschichte lernen wollen.“
Dr. Bärbel Schindler-Saefkow

„Dankeschön für die Erläuterungen. Die Ausstellung sollten alle auch unter dem Aspekt "Hoffnung" sehen, denn einige Dokumente drücken Hoffnung und Sehnsucht nach Frieden und sozialer Gerechtigkeit aus und genau das fehlt heute weltweit ganz klar ....“
R. Vogel mit einer Gruppe
Alternative Stadtrundfahrt

„Die Projektgruppe Hamburger Stadtteilrundgänge Gymnasium Hummelsbüttel dankt für die Führung und die eindrucksvollen Informationen.“

„Niemals vergessen! Nein zu Faschismus und Krieg!“
Stipendiatengruppe der Hans-Böckler-Stiftung
Lehrgang der HWP

„Anläßlich unseres Projekttages "Gib dem Frieden eine Chance" besuchte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern die Ernst-Thälmann-Gedenkstätte. Wir bedanken uns für die Informationen.“
Gewerbeschule Wilhelmsburg

„Ich wünsche für das weitere Bestehen der Gedenkstätte Ernst Thälmann viel Erfolg. Diese Ausstellung brauchen nicht nur die heutigen Generationen, wahrscheinlich noch mehr die kommenden.“
V. Rykin, Moskau

„Wir müssen noch viel lernen.... danke für den Anstoß in Ihrem Hause.“
Katholische Schule St. Marien Klasse 9a

„Wir bedanken uns herzlich für die interessanten Informationen.“
10. Klasse der Fritz-Schumacher-Gesamtschule

„Bei uns hat es immer ein großes Interesse an diesem Menschen gegeben. Die Menschen unseres Landes behalten ihn in Erinnerung. Dank allen, die sich um das Andenken an Ernst Thälmann sorgen.“
Gruppe aus der UdSSR

„Aus Schöneiche (Kreis Fürstenwalde) kommend, wo Ernst Thälmann in der Rosa-Luxemburg-Schule als Lehrer gewirkt hat, wo es heute (noch) eine Ernst-Thälmann-Straße und einen Thälmann-Park gibt, war es wichtig für uns, das Thälmann-Haus aufzusuchen. Wir danken für die herzliche Aufnahme und wünschen den Linken Mut und einen langen Atem.“
H.u.E. Scherner

„Ich bedanke mich für die Möglichkeit, diese unvergeßlichen Gegenstände zu besichtigen, die so sorgfältig hier aufbewahrt werden. Für kommende junge Generationen ist es wichtig, die wahre Geschichte ihres Landes kennenzulernen. Sie müssen die Namen der großen Deutschen kennen und ihre Sache weitermachen.“
A. Jewgenjewna, Lehrerin an der 24. Minsker Schule in Bjelorussland

„Durch Zufall stieß ich auf diese Gedenkstätte, und ich war erstaunt und überrascht, daß das Andenken an E. Thälmann hier einen so würdigen Rahmen gefunden hat.“
Besucher aus Erfurt

„Thälmann und allen antifaschistischen Widerstandskämpfern gebührt Ehrung und Achtung. Faschismus und Krieg dürfen nie vergessen werden.“
Dr. D. Schulze

„Leider ist das Wissen um die Vorgänge während des Faschismus zur Zeit in den Hintergrund gerückt. Wir müssen trotzdem weiter daran arbeiten, die Ursachen des Faschismus aufzuarbeiten und zu bekämpfen.“
Motorradclub Kuhle Wampe Esslingen

„Die Projektgruppe des Gymnasiums Oberalster dankt für die interessante Führung.
Weich ein leidenschaftliches Leben haben diese Kämpfer doch geführt!“
H. Kogler, Schweiz

„Die Klasse R 10 aus Bergstedt bedankt sich für die nette Führung.“

„Schmerzlich und bedrückend sind für mich die Erkenntnisse aus der Geschichte insbesondere der NS-Geschichte. Auch deshalb, weil denen, die in dieser grausamen Zeit leiden mußten, nicht die nötige Anerkennung und Respekt gezollt wird. Ich tue es und verbeuge mich vor denen, die den Mut hatten, sich aufzulehnen.“
K. Agna, Hamburg

„Unseren herzlichen Dank für die große Mühe bei der Pflege und Erhaltung der Gedenkstätte unseres ‚Teddy‘.“
Reisegruppe der PDS aus Berlin

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Aus Bibliothek und Archiv

Aus unserem Bibliotheks-  und Archivbestand haben wir 1991 wiederum Material zur Auswertung für wissenschaftliche Arbeiten an Universitäten sowie für Projekte von Verlagen, der Presse und des Fernsehens bereitgestellt.
Für Ausarbeitungen an Bereichen der Hamburger Universität waren wir u.a. bei folgenden Themen behilflich:
Deutsche Arbeiterjugendbewegung von den Anfängen bis 1918; Willi Bredel, ein Hamburger Schriftsteller; Frauenarbeit in der NS-Zeit; Zur Wohnungsfrage in Hamburg 1945146; Hamburger Bürgerschaftswahl 1949; Hausarbeitstag für Frauen 1950 -1960.
Für Ausarbeitungen an der Universität Köln über weibliche Angestellte in der Weimarer Republik und an der Universität Tübingen über Straßendemonstrationen in den 20er Jahren stellten wir Text und Fotomaterial zur Verfügung. Historische Fotos für Buchgestaltungen lieferten wir an die Verlage Rowoldt bei Hamburg, Harenberg Dortmund, Internationalen Medlen Bonn.
Die Redaktion "Die Zeit" wertete Material über die Märzkämpfe 1921 in Mitteldeutschland, die Redaktion "Hamburger Rundschau" über die Hilfsaktion "Brot für Rußland" 1921/22 aus.
Gewerkschaftliche Berichte aus der Zeit des ausgehenden 19. Jh. über die Entstehung des Deutschen Metallarbeiterverbandes in Flensburg und über seine Entwicklung in den 20er Jahren fanden Eingang in eine Festschrift der IG Metall Flensburg zum 100. Jahrestag der Gründung der IG Metall.
Mit Bibliotheks- und Archivmaterialien förderten wir ein Schülerprojekt über Medien in der NS-Zeit, ein Buch über den Hamburger Stadtteil Eppendorf, eine Chronik des Hamburger Instituts für Sozialgeschichte über außerparlamentarische Aktivität in der Bundesrepublik ab 1949.
Biographische Angaben u.a. zu Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten, die Opfer der NS-Verfolgung wurden, stellten wir für publizistische Vorhaben bereit.
Geschichtliche Bilddokumente gingen an das Museum in Wedel/Holstein; an die Bildredaktion "Stern"; an den NWDR Köln für einen Fernsehfilm über den Publizisten Axel Eggebrecht und an den NDR für eine Fernsehdokumentation über den sowjetischen Filmregisseur Pudowkin.
Mit der Erinnerung an Ernst Thälmann verbundene Dokumente erhielten das Dokumentarische Archiv Winterthur/Schweiz; die Friedrich-Ebert-Stiftung; der Gedenkstättenverband Brandenburg; Schüler für den Geschichtsunterricht u.a.
Für den Ausbau unseres Bibliotheks- und Archivbestandes sind wir an eine weitere Übernahme von Flugblättern, Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren, Fotos, Büchern etc. interessiert.

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Gedenkstättenverband gegründet

Seit Januar 1991 gibt es in der Bundesrepublik einen Gedenkstättenverband e.V. Mitarbeiter von Gedenkstätten der Arbeiterbewegung und von antifaschistischen Mahn- und Gedenkstätten haben die Initiative zur Gründung des eigenständigen, konfessionell und parteipolitisch unabhängigen Interessenverbandes ergriffen. Das Kuratorium "Gedenkstätte Ernst Thälmann" e.V. ist dem Verband beigetreten.
Wie seinem Satzungsentwurf zu entnehmen ist, zählt der Gedenkstättenverband zu seinem Wirken die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, die Würdigung der Opfer von Verfolgung, Vernichtung und Widerstand und die Fortführung humanistischer Traditionen. Der Verband setzt sich für den Erhalt vorhandener Gedenkstätten ein und fördert den Aufbau neuer Gedenkstätten. Er gewährt Hilfe bei der museumspädagogischen Arbeit, bei Ausstellungserarbeitung und -austausch, bei historischen Forschungen und beim publizistischen Wirken. Im Juli und November 1991 veranstaltete der Verband Erfahrungsaustausche über Gedenkstättenarbeit, bei denen auch wir unsere Erfahrungen in der Arbeit mit der Ernst Thälmann-Gedenkstätte einbringen konnten.
Der Gedenkstättenverband sucht die Zusammenarbeit mit allen Institutionen, die sich mit der Aufarbeitung der deutschen Geschichte befassen sowie mit Verbänden der Verfolgten, der Opfer und der antifaschistischen Widerstandskämpfer im In- und Ausland. Mitglieder des Verbandes können Einzelpersonen und Kollektive werden, Gedenkstätten, Landesämter für Denkmalspflege, Bildungseinrichtungen, Geschichtsvereine, Bürgerinitiativen.
Anschrift: Gedenkstättenverband e.V. Geschäftsstelle, Kurt-Schlosser-Straße, 0-1800 Brandenburg/Havel.

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Erneut im Blickpunkt: Die Unrechtsurteile im Altonaer Blutsonntagsverfahren

Ab den 50er Jahren bis in die Gegenwart reichen Bemühungen, eine Revision der Todesurteile zu erreichen, die im Ergebnis eines Ereignisses, das als "Altonaer Blutsonntag" in die Geschichte eingegangen ist, von einem Altonaer Sondergericht im Juni 1933 gegen Arbeiter gefällt worden sind.
Beachtliche Anstrengungen in Richtung einer Urteilsrevision hat sei Mai 1990 Léon Schirmann, ein französischer Naturwissenschftler, unternommen. Seit seiner Pensionierung (1985) widmet sich der bis dahin an der Pariser Universität tätig gewesene Wissenschaftler der Geschichte des Endes der Weimarer Republik (1929 - 1933). Er schreibt darüber ein Buch, das 1992 erscheinen wird. Bei seinen Untersuchungen dieses Zeitabschnittes stieß er auf polizeiliche bzw. behördliche Fälschungen in Verlauf und Ergebnis der Untersuchung des Altonaer Blutsonntags (17. Juni 1932) und auf unhaltbare Konstruktionen in der Urteilsbegründung durch das Altonaer Sondergericht (Juni 1933).
In Auswertung mehrerer Archivstellen, darunter auch von in unserem Archiv befindlichen Dokumenten über den Altonaer Blutsonntag, gelangte Schirmann zu dem Schluß, daß die gegen Walter Möller, Karl Wolff und August Lütgens vom Altonaer Sondergericht gefällten und am 1. August 1933 vollstreckten Todesurteile auf gefälschten Beweisstücken beruhten und die mit ihnen zusammen vollzogene Hinrichtung von Bruno Tesch durch falsche Zeugenaussagen herbeigeführt worden war.
In einem Artikel "Der Altonaer Blutsonntag und die Altonaer-Hamburger Justiz 1932 - 1991", veröffentlicht in der Zeitschrift "Demokratie und Recht", Ausgabe 3191, stellt Schirmann das Ergebnis seiner Nachforschungen vor.
In seinem Artikel verweist Schirmann darauf, daß die Hamburger Justiz bis heute alle Anträge auf Aufhebung der Urteile im Blutsonntagsverfahren abgelehnt hat. Förmlich hat sich die Justiz dabei auf eine Verordnung für die britische Besatzungszone vom 3. Juni 1947 gestützt. Diese sah eine Aufhebung von Urteilen der NS-Zeit nur für solche Tatbestände vor, die in die Zeit nach dem Machtantritt des Faschismus (30. Januar 1933) fielen, was für den Blutsonntag (17. Juli 1932) nicht zutrifft.
Am 25. Mai 1990 wurde auf Initiative des Hamburger Senats ein neues Gesetz verabschiedet, daß die Aufhebung von Urteilen der NS-Justiz auch für Taten beschloß, welche noch vor dem Machtantritt Hitlers aus Gegnerschaft zum Nationalissozialismus begangen worden waren. Dies betrifft die Blutsonntagsurteile.
Im Februar 1991 hat Schirmann dem Oberstaatsanwalt E. einwandfreie Beweise der ehemaligen gerichtlichen Fälschungen vorgelegt und ihm später eine detaillierte Denkschrift übermittelt. Ein Verfahren für die Aufhebung der Unrechtsurteile ist eingeleitet worden.
Dafür eingesetzt hat sich auch der Altonaer "Arbeitskreis Bruno Tesch" u.a. auf einer von ihm veranstalteten Anhörung zum Blutsonntagsverfahren.

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Führer durch Hamburger Bibliotheken und Archive

Im Herbst 1990 sind zwei Führer durch die Bibliotheken und Archive Hamburgs erschienen: in 6. Auflage der "Führer durch die Hamburger Bibliotheken", herausgegeben von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, bearbeitet von Klaus Gottesleben, und der Archiv- und Dokumentationsführer Hamburg, herausgegeben vom Interdisziplinären Zentrum für Hochschuldidaktik (IZHD), Universität Hamburg.
In beiden Führern werden Thälmann-Bibliothek und Archiv vorgestellt.

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Neuerscheinung: Das Eppendorf-Buch

Im Historika Photoverlag Hamburg-Eppendorf ist "Das Eppendorf-Buch" erschienen und in jeder Buchhandlung erhältlich. Herausgeber ist Knuth Weidlich, Eppendorfer Verleger und Fotograf. Den Text verfaßte der Eppendorfer Journalist Werner Skrentny, u.a. auch Herausgeber des bekannten Stadtführers "Hamburg zu Fuß".
Für das Buch hat auch unser Archiv geschichtliches Material zur Auswertung bereitgestellt.
Mit zahlreichen historischen wie aktuellen Fotos und einem umfangreichen Text wird die Entwicklung des Stadtteils Eppendorf von 1789 bis 1990 nachgezeichnet. Auch der Ernst-Thälmann-Platz wird beschrieben.
Das Buch umfaßt 150 Seiten, Format 29,7 x 21 cm, ist reichlich bebildert mit vielen noch unveröffentlichten Aufnahmen und einem großen Farbbildteil und kostet 34,80DM.

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Alternative Stadtrundfahrten

Seit 1978 veranstaltet der Hamburger Landesjugendring Alternative Stadtrundfahrten zu den Stätten der Hamburger Arbeiterbewegung und des antifaschistischen Widerstandes. 1990 zählten die Rundfahrten über 5000 Teilnehmerinnen. Die Teilnehmenden setzen sich aus Gruppen interessierter Einzelpersonen und in Hamburg weilenden Touristen sowie insbesondere aus SchülerInnen- und Jugendgruppen zusammen. Begleitet werden diese Gruppen von ehemaligen WiderstandskämpferferInnen.
Der Landesjugendring will mit der Durchführung der Alternativen Stadtrundfahrten nach eigener Aussage "dazu beitragen, daß die Geschichte des Naziterrors in Hamburg und besonders des antifaschistischen Widerstandes nicht in Vergessenheit gerät." Erlebnisberichte ehemaliger WiderstandskämpferInnen sollen den Teilnehmern diesen Abschnitt der Geschichte wieder gegenwärtig und anschaulich machen. Die Vertiefung der Kenntnisse über die demokratische Vergangenheit Hamburgs gerade unter der Jugend ist heute angesichts nicht nachlassender neofaschistischer Umtriebe und andauernder Verharmlosung des Faschismus in der Öffentlichkeit dringender denn je. Die Alternativen Stadtrundfahrten werden auf der Grundlage der Stationen eines illustrierten Stadtführers zusammengestellt. Es gibt zwei Routen:
Route 1 (Innenstadt) - Gewerkschaftshaus, Hotel Atlantic, Untersuchungsgefängnis, ehemaliges Helmut-Hübener--Haus, Hafen, ehemaliges jüdisches Wohnviertel, Audimax, ehemaliges KZ Fuhlsbüttel, Gedenkstätte Ernst Thälmann, Ohlsdorfer Friedhof u.a. Punkte.
Route 2 (Neuengamme) - Schule am Bullenhuser Damm (Janusz-Korczak-Schule) und Gedenkstätte Neuengamme mit Führung.
Mit dem Stadtführer (Abb. rechts) wird versucht, anhand von ausgewählten Plätzen, Straßen und Gebäuden einen möglichst repräsentativen Überblick über das "andere Hamburg" und die NS-Herrschaft und ihre Opfer in Hamburg zu geben. Kurzbiographien von Widerstandskämpfern und Opfern und z.T. erstmals veröffentlichte Fotomaterialien verdeutlichen den Text.
Vom Landesjugendring in Zusammenarbeit mit der VVN/BdA herausgegeben ist der Stadtführer beim Landesjugendring Alfred-Wegener-Weg 3, 2000 Hamburg 11, zum Preis von DM 4,- erhältlich.

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SPENDENAUFRUF Für den Erhalt der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte, der Bibliothek und des Archivs bedürfen wir weiterhin der finanziellen Solidarität. Besonders dankbar sind wir für Geldspenden, die monatlich eingezahlt werden auf unsere Konten: Bank für Gemeinwirtschaft, Kto.-Nr. 1180328700 (BILZ 20010111) Postscheck Hamburg 1337 37-204 (BLZ 200 100 20)
Spenden sind steuerabzugsfähig. Wir stellen dafür Bescheinigungen aus.

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Einzugsvollmacht
 Ich (wir) sind einverstanden, daß von meinem (unserem) Konto monatlich DM ............. für das Konto des
 Kuratoriums "Gedenkstätte Ernst Thälmann" e.V. abgebucht werden.
 Konto-Nr .  .  Bankleitzahl  . .............................................
 Konto-Inhaber  .  .  .  .
 Geldinstitut  .  .
Datum .............................................................
Unterschrift
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Gedenkstätte Ernst Thälmann
Ernst-Thälmann-Platz
2000 Hamburg 20
Tel. 040147 4184

Ausstellung - Bibliothek - Archiv
Öffnungszeiten:
Di - Fr. 10 - 17 Uhr
Sa. u. So. 10 - 13 Uhr
u. n. Vereinbarung

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