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Massenbewegung gegen „Panzerkreuzer A“


Thälmann erhält 1929 eine Ehrenurkunde für 25-jährige Gewerkschaftszugehörigkeit.
Später wird er - wie tausende Kommunisten - aus der Gewerkschaft ausgeschlossen.

12: Vitrine XI
Massenbewegung gegen „Panzerkreuzer A“

Obwohl die SPD 1928 mit der Losung: „Für Kinderspeisung, gegen Panzerkreuzer!“ die Reichstagswahlen gewonnen hatte, beschloss die von dem Sozialdemokraten Hermann Müller geführte Koalitionsregierung den Bau des Panzerkreuzers A. Das löste Massenaktionen gegen die Wiederaufrüstung Deutschlands aus. Als einzige Partei mobilisierte die KPD für ein Volksbegehren gegen den Panzerkreuzerbau. Über l Million Wähler zeichneten sich ein. Die Zahl der Unterschriften reichte jedoch nicht aus, um einen Volksentscheid zu erreichen; es war zu keiner Einigung zwischen den Arbeiterorga-nisationen gekommen. Der Bau dieses Panzerkreuzers, der alleine 500 Millionen Reichsmark kostete, war der erste einer ganzen Serie von Kriegsschiffen. Unter dem Namen „Deutschland“ leistete der Panzerkreuzer A später seinen ersten Kriegseinsatz gegen die spanische Republik.

12. Parteitag der KPD in Berlin Juni 1929:
Anlässlich der Maidemonstration 1929 richtete die Berliner Polizei unter dem sozialdemokratischen Polizeipräsidenten Karl Zörgiebel ein Blutbad unter den Demonstrierenden an: 31 Demonstranten wurden erschossen und hunderte verletzt. Der 12. Parteitag der KPD schätzte ein, dass die Monopolbourgeoisie immer mehr den Abbau der Demokratie und die Anwendung faschistisch-diktatorischer Herr-schaftsmethoden anstrebte. Die Empörung über den Blutmai trug dazu bei, dass der Parteitag in der Auseinandersetzung mit der reformistischen Politik der Sozialdemokratie nicht genügend zwischen der Führung und den Mitgliedern der SPD differenzierte.


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