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Programme der KPD 1930/31


„Die KPD gibt das Signal“, KPD-Plakat von Max Keilson zur Bürgerschaftswahl 1931.

14: Vitrine XIII
Programme der KPD 1930/31

Die Programmerklärung zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes, das Bauernhilfsprogramm sowie das Arbeitsbeschaffungsprogramm der KPD entstanden unter starker Einflussnahme Ernst Thälmanns. Unter dem Titel: „Was tut not? Die KPD zeigt euch den Weg!“ schrieb „Die Rote Fahne“ im Mai 1931 zur Begründung des Arbeitsbeschaffungsprogramm: „Viereinviertel Millionen Arbeiter in Stadt und Land leiden unter der Geißel der Erwerbslosigkeit, dem furchtbarsten Zeichen der kapitalistischen Krise. Alle Versprechungen der regierenden Minister auf Arbeitsbeschaffung sind nicht in Erfüllung gegangen. Der Herbst und Winter werden ein gewaltiges, neues Anschwellen der Erwerbslosigkeit bringen. Schon heute sprechen selbst kapitalistische Zeitungen von 6 bis 7 Millionen Er-werbslosen im kommenden Winter. Dazu tritt die steigende Kurzarbeit, die die Löhne teilweise auf die Hungerunterstützung der Erwerbslosen herabdrückt und bereits drei Millionen Arbeiter betrifft.“

SA-Mord an Ernst Henning
In der Vitrine werden Dokumente über den Hamburger Arbeiterfunktionär Ernst Henning gezeigt, darunter sein KPD-Mitgliedsbuch. Henning, 1892 in Magdeburg geboren, von Beruf Former, war Mitbegründer der USPD in Bergedorf. 1919 trat er in die KPD ein. Er gehörte ab 1928 der Hamburgischen Bürgerschaft an. Auf dem Rückweg von einer KPD-Versammlung in Kirchwerder am 14. März 1931 ermordeten SA-Männer Ernst Henning. Auf der Trauerkundgebung auf dem Ohlsdorfer Friedhof sprach Ernst Thälmann.

Angesichts der faschistischen Bedrohung steht der Wahlkampf zur Bürgerschaft 1931 im Zeichen der Losung "Hamburg bleibt rot!" Mit 21,9 Prozent der Stimmen erzielen die Kommunisten ein Rekordergebnis.


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