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Kampf gegen Abbau sozialer und demokratischer Rechte


Ernst Thälmanns Reisepass, ausgestellt am 11.Juni 1921.

7: Vitrine VI
Kampf gegen Abbau sozialer und demokratischer Rechte

1921 versuchte die Reichsregierung Errungenschaften aus der Novemberrevolution rückgängig zu machen.
Sie verhängte das Verbot von Streiks gegen Massenentlassungen, steigende Lebenshaltungskosten und Mietwucher, während die Unternehmer die Abschaffung des Achtstunden-Tages verlangten.

Am 23. März richtete die Polizei in Hamburg zweimal gegen Erwerbslosendemonstrationen ein Blutbad an:
An der Ellernholzschleuse gab es vier Tote und 13 Verletzte, am Millerntor starben 22 Menschen und 42 wurden verletzt.

"Arbeiter, auf zum Generalstreik" schrieb das Zentralorgan der VKPD "Die Rote Fahne" am 26. März 1921. Die Kommunistische Partei forderte in einem Offenen Brief die Gewerkschaften, die SPD, USPD, und KAPD zum gemeinsamen Handeln auf. Zum l. Mai rief die VKPD zur Massenkundgebung auf der Moorweide unter dem Motto: "So wählt den Kampf, ihr habt nichts zu verlieren als eure Ketten" auf.

1921 nahm Thälmann erstmals als Delegierter an einem Weltkongress der Kommunistischen Internationale teil. Auf diesem III. Weltkongress der KI in Moskau lernte er Wladimir Iljitsch Uljanow kennen. Thälmann begann mit dem Studium der bereits ins Deutsche übersetzten Schriften Lenins, z.B.: "Der 'linke Radikalismus', die Kinderkrankheit des Kommunismus" und "Staat und Revolution".


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