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Kuratorium
Gedenkstätte Ernst Thälmann
Hamburg

Das Gebäude der Gedenkstätte

Gedenktafel

Tarpenbekstr. 66 -Ernst-Thälmann-Platz-
20251 Hamburg
Tel. 040-474184 auch Anrufbeantworter
Fax 040-46090323

 

Öffnungszeiten:  Mo. und Mi. 14 bis 18 Uhr, Di.geschl., Do.und Fr. von 10 bis 13 Uhr Sa. 10 bis 14 Uhr Öffnung auch nach vorheriger telefonischer Vereinbarung

 

 

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                              Den  RUNDBRIEF 2018

   hier herunterladen


    

Und den RUNDBBRIEF 2015 / 16

hier herunterladen


                                    oder in der Gedenkstätte abholen     !!!          




Die nächsten Termine:

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  • Samstag, den 1. September, 11 Uhr, Kranzniederlegung und Gedenken der Gewerkschaften am Antikriegstag:
    Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

    Ort: Mahnmal für die Opfer von Krieg und Faschismus, Friedhof Ohlsdorf, am Bestattungsforum
    Es spricht: Katja Karger, DGB-Vorsitzende Hamburg
    Aufruf des DGB zum Antikriegstag


  • Samstag, den 1. September, 14 Uhr, Demonstration zum Antikriegstag
    Abrüsten statt Aufrüsten! - Stopp aller Rüstungsexporte! - Atomwaffen verschrotten!
    Auftakt: 14 Uhr am Deserteursdenkmal (S-Bahn Dammtor/U-Bahn Stephansplatz); Redner: Prof. Werner Ruf (Kassel)
    Abschluss: 16:30 Uhr am Besenbinderhof; Rednerin: Monika Koops, ver.di AK Frieden
    Veranstalter: Hamburger Forum - Aufruf des Hamburger Forums zum Antikriegstag
    • Vor der Demonstration gibt es von 12:30 bis 14 Uhr ein "Kleines Friedensfest" am Deserteursdenkmal
      Veranstalter: Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal - Einladung zum Friedensfest

  • Samstag, den 1. September, 17 Uhr, Diskussionsveranstaltung des ver.di-Arbeitskreises Frieden:
    Abrüsten statt aufrüsten, denn Panzer pflegen keine Menschen!
    Teil 1: Prof. Werner Ruf zu den Kontinuitäten deutscher Außenpolitik
    Teil 2: Eine Vertreterin des Bündnisses gegen Pflegenotstand - für abrüsten statt aufrüsten
    Ort: Gewerkschaftshaus Besenbinderhof, Ebene 9, Raum St. Georg


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    Mitten in Hamburgs Innenstadt befindet sich der ehemalige Sitz
    der Ordnungspolizei, der Gestapo, der Kriminal- und Sicher-
    heitspolizei und weiterer Polizeidienststellen des 3. Reiches.
    Von 1933 bis 1943 war hier für Hamburg und weite Teile Norddeutschlands
    die Zentrale des Nazi-Terrors.
    Im Jahr 2009 stellte der Senat endlich fest, welch große Bedeutung dieses
    Gebäudeensemble an der Stadthausbrücke für die Gedenkstättentopografie
    der Stadt hat, und formulierte ausdrücklich die Notwendigkeit, hier „ein
    würdiges Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherr-
    schaft in Hamburg“ zu etablieren.
    Bedauerlicherweise haben die politisch Verantwortlichen beim Verkauf
    des Gebäudes jeglichen Gestaltungsanspruch für einen würdigen Gedenk-
    ort ohne Not aus der Hand gegeben.
    Als der Immobilieninvestor Quantum das Gebäude 2009 erwarb, musste er
    sich im Kaufvertrag lediglich dazu verpflichteten einen „Lernort mit
    unterschiedlichen Inhalten (Ausstellung, Seminare, Veranstaltungen,
    Inszenierungen, Dokumentationen)“ zu realisieren (Drs. 19/4555). Hierfür
    war lt. Kaufvertrag eine Ausstellungsfläche von etwa 750 qm vorgesehen.
    Wer nun am 2. Mai 2018 zur Stadthausbrücke 8a kommt und die Laden-
    fläche betritt, die einst ein Gedenkort an Widerstand und Verfolgung
    in Hamburg werden sollte, findet sich in einer Buchhandlung mit ange-
    schlossenem Café und einer 70 qm-Gedenkecke wieder.
    In dieser Ecke haben 40 Stühle Platz, als Ausstellungsfläche bleiben
    13 laufende Meter Wandfläche. Wie hier die verschiedenen Aspekte der
    Verfolgung angemessen dargestellt und darüber hinaus ein angemessenes
    Gedenken an den Hamburger Widerstand ermöglicht werden soll, bleibt
    unvorstellbar.
    Trotzdem behaupten sowohl Quantum als auch die Behörde für Kultur
    und Medien als Vertreterin der Stadt Hamburg, der Investor habe seine
    Verpflichtung aus dem Kaufvertrag – einen würdigen Gedenkort an
    Verfolgung und Widerstand zu errichten und zu betreiben – erfüllt.
    Mit dieser peinlichen Provinzposse bleibt Hamburg deutlich hinter
    anderen Städten zurück: Münster, Nürnberg, Köln, Düsseldorf, München,
    Berlin, ... Nach Jahrzehnten des Verdrängens und Beschweigens wurden
    dort in den letzten dreißig Jahren in Gebäuden, die ähnlich wie das
    Stadthaus in Hamburg, Hauptquartiere des organisierten Nazi-Terrors
    waren, moderne und angemessene Dokumentations- und Erinnerungsorte
    geschaffen.

    In Hamburg entsteht nun in dem Gebäude, wo sich einst Hamburgs
    NS-Terror-Zentrale befand, der wohl luxuriöseste Konsumtempel der
    Stadt, der unter dem Motto „Hommage an das Leben“ vermarktet wird.

    Hier wurden die Hamburger Polizeibataillone aus Hamburg,
    Bremen und Lübeck für den Einsatz im Vernichtungskrieg
    organisiert und eingesetzt

    Hier wurden die Deportationen der Hamburger Jüdinnen
    und Juden, Sinti und Roma geplant und vorbereitet
    Hier wurden unzählige mutige Menschen, die sich der
    Nazi-Herrschaft entgegenstellten, brutal gefoltert
    Hier begann der Leidensweg politischer Gegner_innen,
    Zeugen Jehovas, Homosexueller und als Asoziale
    Stigmatisierter in die Konzentrationslager 

    Doch all das taucht in der Quantum-Image-Kampagne auf der Seite
    www.stadthoefe.de nach wie vor mit keinem Wort auf. Neben pein-
    lichen plattdeutsch-französischen Textpassagen, die das heran-
    nahende „Unendliche Plaisir“ ankündigen, finden sich zur Geschichte des
    Hauses nur dürre Worte wie: „Die Gebäude sind in den Jahren 1888 bis 1916
    als Sitz der Hamburger Verwaltung entstanden - bis zum Sommer 2013
    wurden diese von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt genutzt.“
    Ein solcher Umgang mit dem historischen Erbe bedeutet eine unerträg-
    liche Banalisierung von Terrorherrschaft, Vernichtungskrieg und
    Völkermord und eine Verhöhnung der Opfer.
    Die Initiative Gedenkort Stadthaus ist empört, dass weder dem von der
    Kulturbehörde geladenen „Runden Tisch“ noch der danach erfolgten Be-
    rufung eines “Beirats“ die Bereitschaft zugrunde lag, an dem unwürdigen
    Konstrukt eines „Dreiklangs aus Buchhandlung, Café und Ausstellung“
    noch irgendetwas Substanzielles zu ändern.

    Wir bleiben dabei: Hamburg braucht einen zentralen Dokumentations-
    und Erinnerungsort an Verfolgung und Widerstand in der zentralen
    Stätte des Nazi-Terrors.

    Diese Forderung werden wir auch weiterhin an die Stadt, an den
    Investor und Projektentwickler Quantum sowie an die inzwischen zu
    Mehrheitseigentümern gewordenen Ärztlichen Versorgungswerke von
    Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt richten und
    erwarten entsprechende Entscheidungen.

     Link  zum  Aufruf  der   Initiative


    Zur Online Petion  :   https://weact.campact.de/petitions/fur-einen-angemessenen-gedenkort im Stadthaus




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    WICHTIG:

    Wir arbeiten in der Gedenkstätte alle ehrenamtlich,

    es kann  auf Grund von Krankheit oder Urlaub

    zu Problemen mit der Einhaltung der Öffnungszeiten kommen.

    Bitte einfach vor dem Besuch  anrufen oder eine Mail schicken !

                                           

           

     Die Dokumentation  

    vom 125.Geburtstag  Ernst Thälmanns kann gegen einen Kostenbeitrag von 2 € und Porto bei uns bestellt werden, (Post oder E-Mail),

     oder einfach bei uns in der Gedenkstätte abgeholt werden !

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    kuratorium@gedenkstaette-ernst-thaelmann.de